Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist eine schwere Menschen- rechtsverletzung und Form geschlechtsspezifischer Gewalt. Sie verursacht oft lebenslange körperliche und psychische Schäden sowie Risiken bei Schwangerschaft und Geburt. FGM ist meist irreversibel, weshalb Betroffene spezialisierte Versorgung benötigen.Laut UNICEF sind weltweit mindestens 230 Millionen Frauen und Mädchen betroffen, dokumentiert in über 90 Ländern. In Deutschland lebten Ende 2024 rund 123.000 Frauen und Mädchen, die betroffen oder bedroht sind. Davon haben etwa 86.500 volljährige Frauen bereits eine Verstümmelung erfahren – 83% mehr als 2017. Zudem gelten rund 11.100 minderjährige Mädchen als potenziell betroffen und bis zu 25.000 als gefährdet.
