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Der Sozialdienst katholischer Frauen Wiesbaden e.V. stellt sich vor
Der SkF ist ein Frauen- und Fachverband in der katholischen Kirche. Aufgabe und Ziel des SkF ist es, Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien zu unterstützen, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung und Hilfe angewiesen sind. Diese Hilfe wird unabhängig von Herkunft und Religion gewährt. Die Tätigkeit im SkF wird im Sinne christlicher Caritas ausgeübt, dabei arbeiten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen eng zusammen. Im gesamten Bundesgebiet gibt es 150 Ortsvereine. Gegründet wurde der Verband 1899 in Dortmund von Agnes Neuhaus aus der Erkenntnis, dass es Not- und Konfliktsituationen gibt, von denen Frauen und Kinder besonders betroffen sind und in denen ihnen Frauen in besonderer Weise helfen können. Der Ortsverein Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Wiesbaden wurde 1907 unter der Vorstandsvorsitzenden Mathilde Großmann und ihren Stellvertreterinnen Gräfin Julie Matuschka-Greiffenklau und Anna Schipper aufgebaut um jungen, allein erziehenden Müttern und deren Kindern ein Heim zu geben. Zu diesem Zweck wurde das heute noch in Wiesbaden bestehende Johannnesstift eingerichtet. Die Beratungsstelle des SkF Wiesbaden e. V. befindet sich in der Platter Straße 80 und hat folgende Arbeitsschwerpunkte:
Zur Schwangerenberatung kommen Frauen bzw. Paare mit persönlichen Fragen, mit Fragen zu Problemen in der Schwangerschaft und zur Geburt, zu Partnerschafts- und Familienkonflikten, zu wirtschaftlichen und/oder sozialen Notlagen, zu Verhütung, Familienplanung und Sexualität. Es werden Informationen zu gesetzlichen Ansprüchen gegeben und konkrete Hilfe angeboten bei der Kontaktaufnahme zu Behörden, Durchsetzung von Rechtsansprüchen und der Vermittlung von Sachleistungen. Bei geringem Einkommen der Schwangeren kann eine finanzielle Unterstützung aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind“ oder dem „Bischöflichen Hilfsfonds“ beantragt werden, damit Schwangerschaftskleidung und Babyerstausstattung gekauft werden können. Je nach Problemlage werden fortlaufende Gespräche angeboten. Auch nach der Geburt des Kindes können sich Frauen zur weiteren Unterstützung an die Beratungsstelle wenden. Die Beratung ist kostenlos und unabhängig von Religion und Nationalität, auf Wunsch auch anonym. Jede Beraterin unterliegt der Schweigepflicht. 2008 suchten insgesamt 561 Frauen die SkF Beratungsstelle zu Schwangerschaftserst- oder Folgeberatungen auf. Mit Frauen bzw. Paaren, die sich im Schwangerschaftskonflikt befinden, wird in einem oder mehreren Gesprächen versucht, die Situation zu klären und Lösungsmöglichkeiten für ein Leben mit dem Kind zu finden. Ein Beratungsnachweis wird nicht ausgestellt. In den Räumen des Katholischen Sozialladens im Roncalli-Haus, Friedrichstr. 26 – 28, bietet der SkF im wöchentlichen Wechsel donnerstags von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr
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Beratung für Schwangere Termine müssen über das Sekretariat des SkF vereinbart werden.
„Lichtblick“
nennt
sich das Beratungsangebot des SkF für schwangere
Studentinnen und werdende Eltern an der Hochschule RheinMain in
Wiesbaden. Die offene Sprechstunde findet jeden 1. Dienstag im
Monat von Neben Einzelberatungen organisiert eine Beraterin des SkF eine Gruppe für allein erziehende Mütter mit ihren Kindern. Die Frauen treffen sich regelmäßig zu Gesprächen, Informationsaustausch und Ausflügen. Ziel ist, ihnen nach der Geburt des Kindes aus der oft großen Isolation herauszuhelfen, Frauen in ähnlichen Lebenssituationen kennenzulernen und sich gegenseitig zu stützen. Dank der engagierten Hilfe von zwei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen können während der Treffen die Babys und Kleinkinder betreut werden. Nach der begleiteten Phase durch eine hauptamtliche Mitarbeiterin bietet der SkF den Müttern die Möglichkeit, sich weiterhin in den SkF Räumen eigenständig zum Austausch zu treffen. „MoBiLe“ – Motiviert Babys in Liebe erziehen heißt das Angebot des SkF für junge Mütter zwischen 14 und 21 Jahren. Sie erhalten hier die Möglichkeit, zusammen mit ihren Babys bei einem gemeinsamen Frühstück Gleichaltrige in ähnlicher Lebenssituation kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Bei den wöchentlichen Treffen, organisiert und geleitet von einer Beraterin, gibt es Gespräche und Informationen rund um die Entwicklung des Kindes. Die Aktion Moses Wiesbaden ist ein Hilfsangebot für schwangere Frauen, die sich in einer extremen Not- und Konfliktsituation befinden. Es gibt Frauen, die ihr Kind austragen und glauben, als Mutter unentdeckt bleiben zu müssen. Schwierige Beziehungs- und Familienverhältnisse sowie psychosoziale Probleme führen dazu, dass sich diese Frauen in einer für sie subjektiv ausweglos erscheinenden Situation befinden und deshalb oft ein Verdrängungsmechanismus einsetzt. Die Betroffenen kennen keine Beratungsangebote und sehen selbst keine Lösung ihrer Probleme. So kommt es zu Verzweiflungstaten wie Notgeburt, Aussetzung oder gar Tötung des Neugeborenen. Durch eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit sollen die Frauen in den beschriebenen existentiellen Nöten möglichst vor der Entbindung erreicht werden, um mit ihnen gemeinsam individuelle Lösungsmöglichkeiten für die Krisensituation zu finden, die sowohl dem Kind Schutz und Sicherheit, als auch den Schwangeren und Müttern für sie annehmbare Alternativen und Zukunftsperspektiven bieten. Hilfsangebote für die Frauen sind: eine 24-Stunden-Telefon-Bereitschaft unter der Telefonnummer 01805 / 0 88 88 0, das Angebot der anonymen Beratung, Schwangerschaftsvorsorge, vertrauliche Geburt und Nachsorge in einem Krankenhaus, das mit dem SkF Wiesbaden zusammenarbeitet. Vertrauliche Geburt bedeutet, dass auf Wunsch der Mutter nur Personen ihres Vertrauens ihre Daten erfahren. Im SkF AnziehTreff, Schulberg 27 (Eingang: Schwalbacher Straße/Ecke Schachtstraße), können Mütter in finanzieller Notlage gegen Vorlage einer Berechtigungskarte im Rhythmus von acht Wochen kostenlos gespendete, gut erhaltene oder neue Schwangerschaftskleidung, Babyerstausstattung, Kinderkleidung bis Größe 176, Babybedarfsartikel, Spielsachen, sowie Kinderfahrräder und Roller erhalten. In 2010 nahmen 2491 mal Mütter aus 80 Ländern dieses Angebot, das ausschließlich eine ergänzende Hilfe zu allen anderen sozialen Unterstützungen ist, in Anspruch. Die Notlage von Frauen und ihren Familien hat zugenommen, wodurch die Nachfrage konstant steigt. Um die Frauen auch weiterhin in vollem Umfang unterstützen zu können, wurde eine Erweiterung der Öffnungszeiten erforderlich. Auch sind wir, um das Hilfsangebot aufrecht erhalten zu können, immer wieder auf weitere Sach- und Geldspenden angewiesen. Mit den zweckgebundenen Geldspenden kaufen wir Babyerstausstattungen, Matratzen für Kinderbetten sowie Zwillings- und Geschwisterkinderwagen, da diese als Sachspenden nur sehr selten erhältlich sind. Der SkF AnziehTreff versteht sich auch als Treffpunkt für Mütter und ihre Kinder. Ein Ort, an dem sich in angenehmer Atmosphäre praktische Hilfen, Informationen und soziale Kontakte zu einer konkreten Unterstützung für Frauen verbinden. Das Angebot im SkF AnziehTreff ist nur aufrecht zu erhalten durch die kostenlose und tatkräftige Arbeit der 35 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und zwei ehrenamtlich tätigen Männern. In 2010 leisteten sie 5911 Stunden ehrenamtliche Arbeit. „LoveTalk“, das sexualpädagogische Angebot, richtet sich mit dem Thema „Freundschaft, Liebe, Verantwortung und Sexualität“ speziell an Jugendliche in Schulen und Gemeinden. Weitere Themenvorschläge sind: „Das erste Mal, Ich darf NEIN sagen, Lust auf / Angst vor... Liebe und Sexualität“ und andere Themen, die von den Jugendlichen gewünscht werden. Denn es zeigt sich, dass trotz zahlreicher Informationsquellen bei den Jugendlichen ein Defizit an differenzierten Kenntnissen über Sexualität und verantwortungsvoller Partnerschaft besteht. Ziel ist es, mit Jugendlichen zu diesen sensiblen Themen ins Gespräch zu kommen. Im außerfamiliären und –schulischen Rahmen können die Jugendlichen alle Fragen stellen, die ihnen wichtig sind. Außerdem bieten wir Informationsmaterial an und nennen Hilfsorganisationen In der Jugendsprechstunde, montags von 14 bis 16 Uhr, können individuelle Fragen der Jugendlichen in einem persönlichen Beratungsgespräch erörtert werden. Ein weiteres Beratungsangebot des SkF ist die Familien-Mediation. Sie richtet sich an Eltern bzw. Partner, die sich zur Trennung entschlossen haben und die Folgen der Trennung mit Hilfe einer Mediatorin einvernehmlich regeln wollen. Mediation setzt voraus, dass beide Verhandlungspartner die Bereitschaft mitbringen, fair und offen zu verhandeln, um Lösungen zu erarbeiten, denen beide zustimmen können. Damit sollen die häufig langen juristischen Verfahren bei Trennung und Scheidung vermieden werden. Eine positiv verlaufende Mediation führt nicht nur bei den Eltern, sondern auch bei den „Trennungskindern“ zu einer starken Entlastung. Schwerpunkte der Familien-Mediation sind: Regelung des elterlichen Sorge- und Umgangsrechts, Absprachen in Erziehungsfragen, Unterhaltsregelung und Vermögensaufteilung. Um auch einkommensschwachen Eltern eine Mediation zu ermöglichen, erhebt der SkF – je nach Selbsteinschätzung der Verhandlungspartner – eine Mediationsgebühr zwischen lediglich 3 € bis 30 € pro Person und Stunde. Als gemeinnütziger Verein bietet der SkF straffällig gewordenen Mädchen und Frauen verschiedene Arbeitsbereiche zur Ableistung gerichtlich angeordneter gemeinnütziger Arbeit im Rahmen der Jugend- und Gerichtshilfe. Zwei Fachkräfte betreuen nach dem Betreuungsgesetz Menschen mit geistigen, seelischen oder körperlichen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, die ihre persönlichen und finanziellen Angelegenheiten nicht selbständig regeln können. Die Zuweisung der Betroffenen erfolgt durch persönliche Anfrage oder durch die Betreuungesbehörde der Stadt Wiesbaden. Das Amtsgericht erhält regelmäßig einen Bericht über die betreuten Personen. Viele unserer Klientinnen haben auch finanzielle Schwierigkeiten. Nicht immer kann alles mit öffentlichen Geldern abgedeckt werden. Damit wir auch weiterhin die Menschen unterstützen können, die durch die Löcher des sozialen Netzes fallen, sind wir auf Geldspenden angewiesen. Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Wiesbaden ist vom Finanzamt als gemeinnützig und mildtätig anerkannt und deshalb berechtigt Spendenbescheinigungen auszustellen.
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