Pressemitteilungen

Vom SkF Wiesbaden zur Veröffentlichung freigegebene Texte.

Die Pressemitteilungen dürfen in der vorliegenden Form weiterver­öffent­licht werden, solange die Vorlage sinngemäß wiedergegeben und ein Belegexemplar vorgelegt wird. Auf Anfrage werden Bilder in Originalgröße zugesandt.

Siehe auch bei Familien-Mediation.





Dr. Ingrid Abel
15 Jahre im Vorstand des SkF e.V. Wiesbaden

Am 26. Oktober 2011 schied Dr. med. Ingrid Abel, geb. Schmidt, nach 15- jähriger Tätigkeit auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand des SkF e.V. Wiesbaden aus. 1996 war sie in den SkF e.V. Wiesbaden eingetreten und noch im selben Jahr in den Vorstand gewählt worden. Von 2001 bis 2005 war Dr. Ingrid Abel die 1. Vorsitzende des SkF e.V. Wiesbaden, in den Jahren zuvor und danach Stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Von 1998 bis 2009 vertrat sie als Vorsitzende des Diözesanen Zusammenschlusses des SkF im Bistum Limburg die Ortsvereine von Frankfurt und Wiesbaden und nahm als Mitglied des Zentralrats an zahlreichen Zentralratssitzungen des SkF-Gesamtvereins teil.




Bischof Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst und Dr. Ingrid Abel am 4. Febr. 2009 im Bischöflichen Ordinariat in Limburg.
Photo: Knud W. Schmitt


In Gleiwitz/ Oberschlesien war Ingrid Abel als ältestes von 3 Kindern in einem großbürgerlíchen Haushalt aufgewachsen; der Vater (+ 1941) war Rechtsanwalt und Notar, die Mutter Musiklehrerin. Im Januar 1945 wurde die Familie aus der Heimat vertrieben und ließ sich in der Nähe von Hof/ Bayern, nieder; wo der Bruder der Mutter als Lazarettarzt tätig war. Dessen Vorbild folgend, studierte Ingrid Abel Medizin in Hamburg, Heidelberg und Mainz, nachdem sie im Alter von 17 Jahren die Abiturprüfung abgelegt hatte. Ingrid Abel absolvierte ihre Pflichtassistentenzeit in Mainz und erhielt die Ärztliche Approbation; 1960 schloß sie ihre Promotion ab. In Heidelberg lernte sie ihren späteren Ehemann, Prof. Dr. Hubert Abel, kennen. Die beiden heirateten 1956 und bekamen zwei Söhne und eine Tochter. Die Familie wohnte einige Jahre in Mainz, bis Prof. Dr. Abel Chefarzt am St. Josefs-Hospital in Wiesbaden wurde.

Dr. Ingrid Abel zeigte in ihrer Tätigkeit im SkF von Anfang an ein sehr großes Engagement und einen außergewöhnlichen Einsatz. So organisierte sie, bevor es die Wiesbadener Tafel e.V. gab, zusammen mit ihrem Mann eine Brotverteilaktion im Roncallihaus und nutzte ihre weitläufigen Verbindungen, um sehr erfolgreich Spenden für den SkF e.V. Wiesbaden einzuwerben, wobei sie sich weder vor Sammelbüchsenaktionen nach Modenschauen, noch vor persönlichen Vorsprachen bei Politikern, Unternehmern und anderen gutsituierten Bürgern der Stadt scheute. Für die vom SkF e.V. Wiesbaden 2008 (unter dem Dach der „Caritas-Stiftung in der Diözese Limburg“) gegründete unselbständige Stiftung „Hoffnung und Halt“ fand sie den passenden Namen und bemühte sich auch hier mit Erfolg für den steten Zuwachs des Grundkapitals.

Dr. Ingrid Abel lagen die Einrichtung und der Ausbau des SkF AnziehTreffs besonders am Herzen; Müttern und Kindern in Not fühlte sich Dr. Ingrid Abel stets verbunden, auch eingedenk dessen, dass sie 1945 nach der Flucht ihrer Familie selber bitteren Mangel zu erfahren hatte.

Während ihrer Tätigkeit als Vorstandsvorsitzende wurde 2003 die Aktion Moses Wiesbaden eröffnet, deren Gründung Dr. Ingrid Abel mit Weitblick und Umsicht vorantrieb. Für die Öffentlichkeitsarbeit gewann sie über ein Dutzend Ladenbesitzer, welche Werbematerialien auslegten und sog. Stopper mit Plakaten der Aktion Moses Wiesbaden vor ihren Läden aufstellten.

Durch ihre herzliche und mitreissende Art gelang es Dr. Ingrid Abel, zahlreiche neue Vereinsmitglieder für den SkF e.V. Wiesbaden zu gewinnen.

Dr. Ingrid Abel zeichnet sich durch einen wachen Verstand, schnelle Auffassungsgabe und einen kritischen Blick aus. Sie denkt praxis- und zielorientiert und findet so schnell pragmatische Lösungen. Sie weiß ihre Meinung zu vertreten und versteht es, andere zu überzeugen.

Von den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle des SkF e.V. sowie dem Team der Jugendhilfezentrum Johannesstift GmbH wird sie als vertrauenswürdige, lebenskluge und hilfsbereite Vorstandsfrau geschätzt. Sie bringt ihre Kompetenz und ihre fachlichen und zeitlichen Ressourcen in besonderer Weise auch in den administrativen Teil der Vorstandsarbeit ein.

Aus privaten Gründen wünschte Dr. Ingrid Abel im Rahmen der Mitgliederversammlung des Jahres 2011 aus dem Amt der Stellvertretenden Vorsitzenden auszuscheiden, wobei sie ihre Bereitschaft erklärte, sich zukünftig als Kooptiertes Vorstandsmitglied ehrenamtlich einzubringen. Mit Martina Schmidt, geb. Bannert, stand für die Nachwahl gem. § 11 (4) der Ortsvereinssatzung eine engagierte und dank ihrer Kooptation im Jahre 2010 bereits gut eingearbeitete Nachfolgerin bereit.

Durch einen Trauerfall im engsten Familienkreis konnte Dr. Ingrid Abel auf der Mitgliederversammlung am 26. Oktober 2011 nicht persönlich aus dem Amt der Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden verabschiedet werden, so dass auch ihre Ehrung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden musste.

Dr. Ingrid Abel wandte sich an die Gäste der Mitgliederversammlung, die Kolleginnen und Mitarbeiterinnen in einem Brief, welcher verlesen wurde und aus welchem abschließend zitiert sei:

"Die Zeit im SkF Wiesbaden ist zu einer wichtigen, tragenden Speiche in meinem Lebensrad geworden. Es waren schöne Tage, auf die ich gerne zurückblicke." ... "Auch in Zukunft wird mir durch die SkF-Radspeiche Stabilität und Stärke, Halt und Hoffnung zuteil werden. Im gemeinsamen sozialen Handeln, im Miteinanderreden und Miteinanderbeten - besonders während der Exerzitien - erkannte ich mit immer größer werdender Gewissheit, Gott als Mittelpunkt meines Lebensrades zu haben. Das hilft!"

Dorothea Gruß, SkF e.V. Wiesbaden

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SkF FamilienTreff

Grußwort von Herrn Hartmann-Lichter vom Caritasverband zur Eröffnungsfeier am 11. November 2010


Sehr geehrte Damen des SkF Vorstandes in Wiesbaden,
sehr geehrter Herr Stadtdekan Rösch,
sehr geehrte Frau Bürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Ihnen die allerbesten Wünsche des Diözesancaritasverbandes Limburg, besonders auch von Herrn Diözesancaritasdirektor Dr. Hejo Manderscheid und von Frau Angelika Kennel, der Geschäftsbereichsleiterin Soziale Dienste und Einrichtungen, überbringen, die leider heute nicht persönlich Ihrer Einladung folgen konnten.

Für die Caritasstiftung in der Diözese Limburg ist Herr Pfarrer Geil, Vorsitzender der Caritasstiftung und Herr Millies, Geschäftsführer der Stiftung und Finanzdirektor des Diözesencaritasverbandes anwesend und haben Ihnen ihre Wünsche auch schon persönlich übermitteln können.

Der Sozialdienst katholischer Frauen in Wiesbaden buchstabiert seine SkF-Initialen mit
                                S wie sozial
                                K wie kreativ
                                F wie flexibel
und selbstverständlich immer auch katholisch.

Sozial, kreativ und flexibel sind Eigenschaften, die es braucht, um voranzugehen und auf der Seite derer zu stehen, für die Sie als Frauenfachverband da sind und da sein wollen.

Leo Tolstoi hat einmal gesagt: Alle glücklichen Familien gleichen einander. Jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Art unglücklich.
Was bedeutet dieses Zitat für die Arbeit des SkF?

Dort, wo Familien unglücklich sind, wo sie Hilfe und Unterstützung benötigen, da versucht der SkF Wiesbaden mit einem an den Bedarfen der Familien orientierten Angebot, die passgenaue Hilfe zu organisieren, um das Unglück der Not zu lindern.

Auf der Hompage www. skf-wiesbaden. de finden Sie, sehr geehrte Damen und Herren, die Bausteine der Arbeit des SkF Wiesbaden.
Mit der Eröffnung des SkF FamilienTreff fügen Sie einen neuen Baustein hinzu und so, wie ich den SkF kenne, wird es vermutlich nicht der letzte Baustein sein, denn Ihr langjähriges Engagement für Kinder, Jugendliche, Frauen und deren Familien zeugt von einer positiven Unruhe, um auch dort zu sein, wo die Menschen Sie brauchen.

Ich habe mal einen Blick in die Statistik der Schwangerenberatung des SKF geworfen:
Auffallend ist u. a., dass ein Drittel der Ratsuchenden Zukunftsängste benennen, jede siebte Ratsuchende ist alleinerziehend und damit besonders armutsgefährdet, rund 77 % sind auf SGB II-Leistungen angewiesen und knapp 60 % haben keine Ausbildung.

Mit den niedrigschwelligen und präventiven Angeboten des SkF FamilienTreff, bieten Sie werdenden Müttern und jungen Familien Unterstützung bei der Bewältigung des Familienalltages, des Familienlebens an. Damit ist der SkF wichtiger Teil einer Präventionskette in Wiesbaden.

Mit dem SkF FamilienTreff und der Teilnahme am Bundesprojekt „Frühe Hilfen in der Caritas“ nehmen sie den Ansatz zur frühen Unterstützung und Förderung junger Familien mit deren Kleinkindern sozial, kreativ und flexibel auf.

Wir, vom Diözesancaritasverband, sind sehr froh darüber, wie Sie als Projektteilnehmerinnen die Möglichkeiten des Projekts ergreifen und auch die Stiftungsmittel zielgerichtet einsetzen. Die anwesenden Netzwerkpartnerinnen zeugen von dieser positiven Entwicklung.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir wissen alle, solche Angebotsentwicklungen, solche neuen Projekte, brauchen viele Voraussetzungen – Sie brauchen aber zu allererst ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen, die in unserer christlichen Tradition dort sein wollen, wo die Menschen uns brauchen.

Hierfür danke ich Ihnen im Namen des Diözesanverbandes ganz herzlich und wünsche Ihnen für Ihre Arbeit Kraft und Gottes Segen.
Vielen dank für Ihre Aufmerksamkeit!


Es gilt das gesprochene Wort.
Caritasverband für die Diözese Limburg e.V.
Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Jürgen Hartmann-Lichter
Graupfortstraße 5
65549 Limburg / Lahn
Phone: 06431 – 997 202


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Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst auf Visitation beim SkF Wiesbaden


Von links: Ralf Gisi (Geschäftsführer der JHZ Johannesstift GmbH), Miryam M. Artschwager (kooptiertes Vorstandsmitglied des SkF Wiesbaden), Bischof Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, Dr. Ingrid Abel (Stellvertr. Vorstandsvor­sitzende des SkF Wiesbaden), Pfarrer Knud W. Schmitt (Geistlicher Beirat des SkF Wiesbaden), Dorothea Gruß (Stellvertr. Vorstands­vor­sitzende des SkF Wiesbaden), Erika Nehrkorn (Vorstandsvorsitzende des SkF Wiesbaden); Photo: Lothar Öhler


Am 5. Mai 2010 besuchte Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst den Sozialdienst katholischer Frauen in Wiesbaden. Er nahm sich mehr als zwei Stunden Zeit, um die Beratungsstelle des SkF, das Mutter-Vater-Kind-Haus des Jugendhilfezentrums Johannesstift und die neuen Räumlichkeiten des SkFAnziehTreffs kennenzulernen. Der Besuch erfolgte im Rahmen einer Reihe von Visitationen, während welcher der Limburger Bischof Wiesbadener Kirchengemeinden und Einrichtungen der katholischen Verbände persönlich aufsuchte. Nach einem ersten kurzen Blick auf die Liegenschaften des SkF in der Platter Straße (dabei entstand das Gruppenbild im Hof des JHZ Johan­nesstift ) informierte sich Bischof Dr. Tebartz-van Elst über die Beratungsstelle des SkF; Mitarbeiterinnen berichteten sehr anschau­lich über die Schwangerenberatung, die Arbeit der Alleinerzie­henden­gruppe und des SkF JungeMütterTreffs "MoBiLe", über die Aktion Moses Wiesbaden, die Hilfen für Frauen in Not, die Betreuungen nach dem BtG, die Mediation und die Möglichkeit der Ableistung gemein­nütziger Arbeit im Rahmen der Jugendgerichtshilfe. Bischof Dr. Tebartz-van Elst merkte an, dass er die Arbeit des SkF bereits in seinem Geburtsort Kevelaer und während seiner Tätigkeit als Dom­vikar und späterer Weihbischof im Bistum Münster kennen- und schätzen gelernt habe. Er zeigte sich erfreut über das breite Angebot der unterschiedlichen Hilfen, welche der SkF Wiesbaden anbieten kann, auch dank der Vergabe von Mitteln aus dem Bischöflichen Hilfsfond, durch welche einer großen Zahl von schwangeren Frauen und deren Familien Unterstützung erfährt. Wichtig war dem Bischof die Nachhaltigkeit der Hilfen; neben der finanziellen Unterstützung bietet der SkF Wiesbaden psychosoziale Beratung und langfristige Begleitung der Mütter und ihrer Kinder und Partner an. Im Anschluss besichtigte Bischof Dr. Tebartz-van Elst das Mutter-Vater-Kind-Haus des Jugendhilfezentrums Johannesstift und schaute einer jungen Frau über die Schulter, welche sich unter der Anleitung einer Hauswirt­schafterin bemühte, Spargelstangen für ein Hühnerfrikassee kleinzu­schneiden. Zum Abschluss der Visitation fuhr Bischof Dr. Tebartz-van Elst in den SkF AnziehTreff, welcher an seinem neuem Standort am Schulberg 27 - getreu dem Leitspruch von 1998 "Wir lassen sie nicht allein" - eine Kleidertauschbörse mit praktischen Hilfen, Informationen und der Möglichkeit zu sozialen Kontakte ver­bindet. Dabei war sich der Bischof nicht zu schade, bis in den Keller des mit Hilfe des Bistums Limburg renovierten SkF­Anzieh­Treffs zu steigen, um die dort unterge­brachten Kleinmöbel und Kinderwagen zu besichtigen. Bischof Dr. Tebartz-van Elst nahm sich die Zeit, um mit einigen Müttern und Ehren­amtlichen zu sprechen und sich das Konzept des SkF­Anzieh­Treffs durch die Leiterin erläutern zu lassen. Er würdigte die Arbeit der ehren­amtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne deren enga­gierten, selbstlosen Einsatz der SkFAnziehTreff nicht existieren könnte. Zum Abschied sagte der Bischof seine Unterstützung für die Arbeit des SkF Wiesbaden im Rahmen der Möglichkeiten des Bistums auch in Zukunft zu.                                                                                 
   
Dorothea Gruß, SkF e.V. Wiesbaden







Pressemitteilung der SkF Zentrale
Nr. 1, 12.01.10

SkF begrüßt ärztliche Beratungspflicht bei vorgeburt­lichem Befund

Dortmund. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hofft, dass sich mit der Änderung des Schwangerschafts­konflikt­ge­setzes ab dem 1. Januar 2010 die Beratungssituation von Frauen bei vorgeburtlichem Befund verbessert. Danach müssen Ärzte, die einen Befund beim ungeborenen Kind diagnostizieren, die schwangere Frau beraten und sie auf die Möglichkeiten ver­tief­ter psychosozialer Beratung in einer Schwanger­schafts­bera­tungsstelle hinweisen. Kommen sie ihrer Beratungspflicht nicht nach, müssen sie mit einem Bußgeld rechnen.                              

Die Gesetzesänderung birgt die Chance, dass betroffene Schwangere durch die Vermittlung in eine Beratungsstelle mehr Unterstützung im Umgang mit existenziellen Entscheidungen nach einem kindlichen Befund erhalten. Eine diagnostizierte Behinderung des Kindes ist für die betroffenen Frauen und Paare immer ein Schock. Ärzte können durch ein einfühlsames Beratungsgespräch als „Türöffner" das Aufsuchen einer psychosozialen Beratungsstelle erleichtern.             

Wie verschiedene Modellprojekte gezeigt haben, erfordern die Belas­tungs- und Konfliktsituationen der betroffenen Frauen und Paare nach pränatalem Befund ein ganzheitliches und kooperatives Bera­tungs­konzept zwischen Ärzten und Beratungsstellen. Aus diesem Grund baut der SkF seit mehreren Jahren seine Kontakte zu Pränatal­medi­zinern und Kliniken kontinuierlich aus, um werdenden Eltern den Zugang zur psychosozialen Beratung zu erleichtern.                           

Neben der Vermittlung durch den behandelnden Arzt haben schwan­gere Frauen einen Rechtsanspruch auf Beratung und können sich jederzeit vor und nach der Geburt an die Schwanger­schafts­bera­tungs­stellen des SkF wenden. Frauen und Paare brauchen einen geschütz­ten Raum, in dem sie sich mit Hilfe erfahrener Beraterinnen mit allen Fragen und Sorgen in ihrer Schwangerschaft auseinander setzen können. Viele Schwangerschaftsberatungsstellen des SkF haben ihre Beraterinnen seit 2001 in der psychosozialen Beratung bei Pränatal­diagnostik und zu erwartender Behinderung des Kindes weiter­quali­fiziert.


Der SkF unterstützt mit ca. 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie rund 6.500 berufl­ichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 149 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe ange­wiesen sind.
Sein Angebot umfasst u.a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 37 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, Betreuungsangebote für unter Dreijährige und Kindertage­spflege.

Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Claudia Steinborn
Stabstelle Sozialmarketing und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund
Tel. 0231 557026-25, Fax 0231 557026-42
Mobil: 0175 1877331, mailto:
steinborn@skf-zentrale.de
http://www.skf-zentrale.de







Pressemitteilung der SkF-Zentrale
Nr. 8, 26.11.09


SkF begrüßt die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates zur vertraulichen Kindesabgabe

Dortmund. Nach der Stellungnahme des Ethikrates sieht der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) die Betreiber von Babyklappen und Anbieter von anonymer Geburt vor der Aufgabe, ihre Angebote weiterzuentwickeln, um sowohl den betroffenen schwange­ren Frauen und Müttern in ihrer Not zu helfen, als auch die Rechte ihrer Kinder auf Kenntnis ihrer Herkunft zu wahren. Die rechtliche Regelung einer vertraulichen Geburt könnte hierzu ein wesentlicher Schritt sein.

Maria Elisabeth Thoma, Bundesvorsitzende des SkF, meint dazu: „Wir teilen die Meinung des Ethikrates, dass der Weg der anonymen Kindesabgabe zumindest juristisch in eine Sackgasse führt und auch im Hinblick auf den konkreten Lebensschutz keine befriedigende Lösung darstellt.“

Der Deutsche Ethikrat hat unter anderem die Empfehlung ausge­sprochen, Babyklappen und das Angebot anonymer Geburt aufzu­geben und im Ge­gen­­­zug die vertrauliche Kindesabgabe gesetz­lich zu regeln. „Wir sehen uns innerhalb des Verbandes in der Ver­pflich­tung, Konsequenzen aus dem Votum des Ethikrates hinsichtlich der Fort­führung von Babyklappen zu ziehen“, äußert sich die Bundes­vor­sitzende hierzu.

Das Votum des Ethikrates wurde nicht einstimmig gefasst. Sechs Mitglieder entschieden sich für ein Sondervotum, in dem sie im Interesse des Lebens­schutzes eine Dul­dung bestehender Baby­klappen für vertretbar halten und eine weitere gesetzliche Regelung ablehnen. Demgegenüber fordert der SkF seit 2004 eine bundesweite qualifizierte wissenschaft­liche Auswertung, um die Erfahrungen mit Babyklappen und ano­ny­mer Geburt bei einer gesetz­lichen Neure­gelung zu berücksichtigen. Insofern begrüßt der SkF aus­drück­lich, dass die Bundesregierung aktuell das Deutsche Jugend­institut mit einer entsprechenden Studie beauftragt hat.

Die langjährige Erfahrung des SkF zeigt, dass es Frauen gibt, die in akuten Not- und Konfliktsituationen niemanden in ihrem Umfeld haben, dem sie sich anvertrauen können. Als Frauenfach­verband war und ist es dem SkF wichtig, diese Frauen so frühzeitig wie möglich zu erreichen, um ihnen indi­vi­duelle Beratung, Hilfe und Begleitung anzu­bieten, damit es gar nicht so weit kommt, dass sie alleine, heimlich und ohne medizinische Versorgung irgendwo ihr Kind zur Welt bringen.

Die Babyklappe ist nur ein Baustein im Angebot des SkF für ver­zweifelte Frauen am Ende der Schwangerschaft. Weitere sind die anonyme Beratung von Schwangeren - auch mittels einer 24-Stunden-Hotline, „Arm-zu-Arm-Übergaben“ sowie das Angebot einer „vertrau­lichen Geburt“ in Kranken­häusern, bei der die Frauen zwar ihre Daten angeben, diese jedoch streng vertraulich behandelt und nicht weiter­gegeben werden. Das Kind könnte dann im Rahmen einer Inkognito-Adoption von einer Familie aufgenommen werden. Dabei wissen die Adoptiveltern und das Kind den Namen der leib­lichen Mutter zwar nicht, das Kind kann aber ab einem bestimmten Alter und inner­halb eines geregelten Verfahrens Kenntnis über seine Herkunft erlangen.

Beim SkF als Träger von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe hat das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung einen sehr hohen Stellenwert. Es gibt aber Situationen, in denen die Angst der Frauen so groß ist, dass sie zunächst nur über einen anonymen Zugang erreicht werden können. Nach den Erfahrungen des SkF geben ca. 75% der Frauen im Laufe des Beratungs­prozes­ses ihre Anonymität auf, wenn sie sich darauf verlassen können, dass sie in einem geschützten Raum sind und ihre Daten vertraulich behandelt werden.

In jedem Fall hat die Einrichtung und Diskussion um die Babyklappe und ihre Alternativen dazu geführt, dass existentielle Nöte von Müttern und ihren Kindern verstärkt in den Blickpunkt des öffentlichen Inter­esses gerückt sind. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema hat entscheidend dazu beige­tragen, dass der Schutz von Kindern heute eine stärkere gesellschaftliche Lobby hat.


Der SkF unterstützt mit ca. 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie rund 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 149 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind.

Sein Angebot umfasst u.a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 38 Frauenhäuser,
36 Kindertageseinrichtungen, Betreuungsangebote für unter Dreijährige und Kindertagespflege.

Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Claudia Steinborn
Stabstelle Sozialmarketing und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund
Tel. 0231 557026-25, Fax 0231 557026-42
Mobil: 0175 1877331, mailto:
steinborn@skf-zentrale.de
http://www.skf-zentrale.de







Maria Elisabeth Thoma, SkF Bundesvorsitzende, zur

Diskussion um Babyklappen

Statement für die Wochenzeitung im Bistum Trier „Paulinus" am 28.10.2009

Alle Beteiligten an der Diskussion um Babyklappen haben, auch wenn sie eine unterschiedliche Meinung vertreten, ein gemeinsames Ziel: Wie kann die Tötung von Neugeborenen durch ihre Müttern verhindert werden?

Die aktuelle Diskussion um Babyklappen im Ethikrat lässt den Ein­druck entstehen, dass dieser Weg zumindest juristisch in eine Sackgasse führt und auch im Hinblick auf den konkreten Lebens­schutz keine befriedigende Lösung darstellt. Um dies zu verifizieren, ist eine bundesweite qualifizierte wissenschaftliche Auswertung zu diesem Thema notwendig. Nach nunmehr neunjähriger Erfahrung mit Babyklappen und anonymen Geburten ist die Zeit dafür überfällig.

Es gibt Frauen, die in akuten Not- und Konfliktsituationen niemanden in ihrem Umfeld haben, dem sie sich anvertrauen können. Als Frauen­fach­verband war und ist es uns wichtig, diese Frauen so frühzeitig wie möglich zu erreichen, um ihnen individuelle Beratung, Hilfe und Beglei­tung anzubieten, damit es gar nicht so weit kommt, dass sie alleine, heimlich und ohne medizinische Versorgung irgendwo ihr Kind zur Welt bringen. Die Babyklappe ist nur ein Weg, der innerhalb des SkF be­schrit­ten wurde. Es gibt weitere Wege für Frauen, die meiner Mei­nung nach ausgebaut werden sollten. Die anonyme Beratung von Schwan­geren - auch mittels einer 24-Stunden-Hotline - gehört ebenso dazu wie das Angebot einer „vertraulichen Geburt" in Krankenhäusern, bei der die Frauen zwar ihre Daten angeben, diese jedoch streng vertraulich behandelt und nicht weitergegeben werden. Das Kind könnte dann im Rahmen einer Inkognito-Adoption von einer Familie aufgenommen werden. Dabei wissen die Adoptiveltern und das Kind den Namen der leiblichen Mutter zwar nicht, das Kind kann aber ab einem bestimmten Alter und innerhalb eines geregelten Verfahrens Kenntnis über seine Herkunft erlangen.

Als Träger von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe hat das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Es gibt aber Situationen, da ist die Angst der Frauen so groß, dass sie zunächst nur über einen anonymen Zugang erreicht werden können. Viele dieser Frauen geben jedoch im Laufe des Beratungsprozesses ihre Anonymität auf, wenn sie sich darauf verlassen können, dass sie in einem geschützten Raum sind und ihre Daten vertraulich behandelt werden.

In jedem Fall hat die Einrichtung und Diskussion um die Babyklappe und ihre Alternativen dazu geführt, dass existentielle Nöte von Müttern und ihren Kindern verstärkt in den Blickpunkt des öffentlichen Inter­esses gerückt sind. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Schutz von Kindern heute eine stärkere gesellschaftliche Lobby hat."







Umzug beendet – Mehr Platz für gespendete Kleidung

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Wiesbaden feiert die Neueröffnung und Segnung des SkF AnziehTreffs

Der Umzug ermöglicht konzeptionelle Verbesserungen – mehr Raum für Frauen, Kleider und Beratung –, die wir uns schon lange wün­schen“, so Erika Nehrkorn, Vorstandsvorsitzende vom Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF). Der gemeinnützige Frauenfachver­band unterstützt in Wiesbaden seit nunmehr 102 Jahren Frauen und ihre Kinder/Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Bera­tung und Hilfe angewiesen sind. Bereits die Gründerinnen erkannten, dass es Notsituationen gibt, die besonders Frauen und Kinder betreffen.
Die Initialen SkF könnten auch für „sozial, kreativ, flexibel“ stehen. Sozial – das war das Anliegen bereits bei der Gründung, Kreativität ist in Zeiten von Hartz IV unabdingbar und flexibel müssen die haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ohnehin sein, um auf Notsituationen der Klientinnen angemessen, schnell und unbürokratisch reagieren und helfen zu können.
Der SkF bietet neben Schwangerenberatung und gesetzlicher Betreu­ung auch frühe Hilfen für junge Familien, MoBiLe – ein Treff für junge Mütter von 14 bis 21 Jahren, Mediation, Trennungsberatung, Treffpunkt für allein erziehende Frauen, LoveTalk – sexualpädago­gischen Unter­richt, Lichtblick – ein besonderes Hilfeangebot für schwan­gere Studie­rende in Wiesbaden und eben den SkF Anzieh­Treff, ein Ort, an dem sich praktische Hilfen, Informationen und soziale Kontakte zu einer konkreten Unterstützung für Frauen ver­binden.

Die heutige Neueröffnung mit Segnung durch Stadtdekan und Domka­pitular Dr. Johannes zu Eltz nimmt Erika Nehrkorn, Vorstands­vor­sit­zende des SkF, zum Anlass „besonders die heute anwesenden Ehren­amtlichen, ohne deren engagierten, selbstlosen Einsatz diese Ein­richtung nicht existieren könnte“, zu würdigen. Sie sind es, die die freundliche und wertschätzende Atmosphäre prägen und mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Kenntnissen auf die vielfältigen Nöte selbst in verschiedenen Sprachen reagieren.
Mit dem Umzug an den Schulberg 27 wagt der SkF einen großen und mutigen Schritt: 1998 startete das Projekt SkF AnziehTreff unter der Regie der Dipl.-Sozialpädagogin Ingrid Lichter in einem kleinen Raum im SkF Stammsitz in der Platter Straße 80, wo gespendete Baby- und Kinderbekleidung sowie -zubehör an bedürftige Familien kostenlos aus­gegeben wurde. 2001 erfolgte der Umzug in die Friedrichstraße. Da der Unterstützungs- und Beratungsbedarf stetig stieg – von 700 Besucherinnen in 2001 auf 2080 im letzten Jahr – reichten auch dort die räumlichen Kapazitäten nicht mehr aus, zumal ein längst not­wen­diger Beratungsraum fehlte.

Durch die neuen Räumlichkeiten bieten sich mehr Möglichkeiten, auf die konkreten Nöte der einzelnen Familien einzugehen – neben der An­nahme und Ausgabe der Sachspenden und größerer Lagerkapazität gibt es mehr Möglichkeiten zu individuellen Gesprächen und sozialen Kontakten.

Das Angebot richtet sich an Frauen, die zuvor eine der Wiesbadener Schwangerenberatungsstellen aufgesucht hatten, an Frauen, die im Frauenhaus leben, von Kirchengemeinden geschickt werden oder auf Vermittlung der Sozialpädagogischen Familienhilfe des Caritasver­ban­des und der Stadt kommen.

Im SkF AnziehTreff erhalten diese Frauen gegen Vorlage einer Be­rech­tigungskarte kostenlos „alles rund ums Baby und Kind“. Gespen­dete Baby- und Kinderkleidung bis Größe 176, aus denen „die Kleinen rausgewachsen“ sind, werden, falls noch gut erhalten, zurück­gebracht und gegen passende getauscht. Während der Öffnungs­zeiten – Diens­tag: 13 00 - 17.00 Uhr, Mittwoch und Donnerstag: 9.30 - 17.00 Uhr – können auch die Kleider- und Sachspenden abgegeben werden.

„Der Leitspruch von 1998: Wir lassen Sie nicht allein“, so Ingrid Lichter, „hat uns durch die ganzen Jahre getragen. Ziel ist und bleibt es, den Frauen und ihren Familien das Leben ein wenig leichter zu machen“.

So leistet der SkF e.V. mit seinen Einrichtungen weiterhin einen Bei­trag zum sozialen Leben in Deutschland. Dass es Vereine wie den SkF gibt, ist ein Segen für viele Menschen in unserer Gesellschaft, dennoch ist und sollte es ein Anliegen dieser Gesellschaft sein, eine Zukunft zu gestalten, in der solche Hilfen wie ein SkFAnziehTreff nicht mehr nötig sind, um Menschen adäquat zu versorgen. Es ist schön, dass wir helfen können, noch besser wäre es aber, wenn wir gar nicht erst gebraucht würden.

Gerne nimmt der SkF AnziehTreff gespendete, gut erhaltene oder neue Schwangerschaftskleidung, Babyerstausstattung, Kinderkleidung bis Größe 176, Babybedarfsartikel, Spielsachen, Kinderfahrräder, Rol­ler, Kinderwagen, Kinderbetten entgegen.

Spendenkonto:
Wiesbadener Volksbank
Konto: 55 44 05
BLZ: 510 900 00
Kennwort: SkF AnziehTreff

Hinweis für die Redaktionen:
Ansprechpartnerin für Fragen:
Ingrid Lichter
SkF AnziehTreff
Tel.: 0611 / 30 888 44
ingrid.lichter@skf-wiesbaden.de



Herausgegeben vom
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Platter Str. 80
65193 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 95 28 7 –0/-21
doris.knabe@skf-wiesbaden.de







Familienerlebnistag 2009 – Am Tag als der Regen kam

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. beteiligt sich am Fest vom Bündnis für Familie in der Fasanerie Wiesbaden

Erstmalig fand dieses Jahr ein Familienerlebnistag statt – organisiert vom Lokalen Bündnis für Familie und dem Tier- und Pflanzenpark Fasanerie. Der Veranstaltungstag hätte zwar auch gut unter dem Motto „Am Tag als der Regen kam“ stehen können, doch dies hinderte die unverzagten großen und kleinen BesucherInnen nicht, das bunte und vielfältige Programm eifrig zu nutzen, das dreizehn Wiesbadener Institutionen und Verbände, darunter auch der Sozialdienst katho­lischer Frauen e.V. (SkF) Wiesbaden, gestaltet hatten.

Der SkF e.V., ein Frauenfachverband in der katholischen Kirche, bietet in Wiesbaden seit 1907 vielfältige Hilfen für Kinder, Frauen, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung und Unterstützung angewiesen sind. So unterhält der SkF u.a. auch eine Beratungsstelle für Frauen, die während ihrer Schwanger­schaft und darüber hinaus Hilfe benötigen. Diese ist oft finanzieller Art, doch die Mitarbeiterinnen des SkF bieten weitaus mehr als „nur“ finanzielle Unterstützung: Sie informieren über Schwanger­schaft, Geburt und Kindererziehung, darüber, bei welchen anderen Institutionen welche Hilfe angeboten wird, sie vermitteln weiter, helfen bei Problemen mit Sozial- oder Jugendamt u.v.m,. und nicht zuletzt ist der SkF eine Anlaufstelle für Frauen, die in Not sind und nicht wissen wie es weiter gehen soll.

Die Anfrage vom Bündnis für Familie, ob sich der SkF e.V. am Familienerlebnistag mit einem Aktionsstand beteiligen wolle, warf Fragen auf: Wie sind Schwangerenberatungsstelle, Fasanerie, Natur, Tiere, Pflanzen und Familienfest unter einen Hut bzw. Aktionsstand zu kriegen? Wie kann den Kindern, ihren Eltern und Großeltern die Chance zu „Teamwork“ geboten werden? – Die Lösung: Neben vielen Informationsbroschüren zu SkF Arbeitsschwerpunkten Schwanger­schaft, MoBiLe - dem SkF JungeMütterTreff, SkF AnziehTreff, Familien-Mediation und Betreuung wurde von einigen Mitarbeiterinnen ein Quiz ausgearbeitet, in dem Tier und Schwangerschaft einen interessanten Rahmen fanden: Wie verläuft die Schwangerschaft bei Tieren? Wie lange dauert die längste, wie kurz die kürzeste Tragezeit? Besonderheiten im Brutverhalten fanden Beachtung, und außerdem gab es noch ein Memory, bei dem die Tierbabys den passenden Tier­müttern zugeordnet werden mussten. Auch Mama, Papa, Oma, Opa, Tante, Onkel, Freundin und Freund, alle durften miträtseln bis die Köpfe rauchten. Die Kinder konnten zudem noch gestalterisch aktiv werden, malen und selbst Buttons gestalten. Als Höhepunkt gab es verschiedene Eier und Nester zu bestaunen – für die Vermittlung dieser musealen Leihgabe besonderer Dank an den Naturpädagogen der Fasanerie, Christian Klaproth. Die Kinder konnten raten, welches Nest zu welchem Vogel gehört und welcher Vogel wohl welches Ei gelegt hat. So ganz nebenbei war auch die SkF-„Standbesetzung“ während der Vorbereitungszeit um einiges schlauer geworden. Ein begeisterter älterer Herr fragte hoffnungsfroh: “Sind Sie jetzt jedes Wochenende mit ihrem Stand hier?“ Offensichtlich wollte er auch seinen anderen Enkeln das große Ei des Riesenstraußes zeigen.

Trotz des schlechten Wetters herrschten reger Betrieb und gute Laune am Stand.

Und die leuchtenden Kinderaugen beim Entgegennehmen des Preises – eine Stiftebox mit Radiergummi, Spitzer und Lineal – für „zehn Richtige“ beim Quiz entschädigten immer wieder aufs Neue für nasse Füße.

Um das Werden und Wachsen von Beginn an mitzuerleben, bekamen die fleißigen Ratefüchse noch ein SkF-Blumentöpfchen mit Sonnen­blumenkernen zum selbst Einpflanzen mit nach Hause.

Die durchweg positiven Rückmeldungen sowohl zur neuen Idee eines Familienerlebnistages in der Fasanerie mit Aktionsständen als auch zum SkF Angebot mit Quiz, Buttonmaschine, Tiermemory, Vogel­nestern und Riesenstraußeneier können als Erfolg verbucht werden, der sich hoffentlich auch in den kommenden Jahren weiterführen lasst.

Der SkF e.V. bedankt sich bei den InitiatorInnen Saskia Veit-Prang und Birte Siemonsen vom Bündnis für Familie und bei Christian Klaproth, Naturpädagoge der Fasanerie für die harmonische und konstruktive Zusammenarbeit.

Ein Tipp – auch für Großeltern: Auch ohne Aktionsstände ist die Wiesbadener Fasanerie immer einen Besuch wert!



Ulrike Goretzka, Doris Knabe



Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Wiesbaden, Platter Str. 80, 65193 Wiesbaden

Tel: 0611/ 95287-21, doris.knabe@skf-wiesbaden.de







Informationsgespräch zwischen dem Limburger Bischof und dem Vorstand des SkF Wiesbaden


Von links [korrigiert]: Anita Hesse (kooptiertes Vorstandsmitglied des SkF Wiesbaden), Bischof Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, Dr. Ingrid Abel (Stellvertr. Vorstandsvorsitzende des SkF Wiesbaden und Diözesanvertreterin des SkF im Bistum Limburg), Dorothea Gruß (Stellvertr. Vorstandsvorsitzende des SkF Wiesbaden), Erika Nehrkorn (Vorstandsvorsitzende des SkF Wiesbaden und Mitglied der Geschäftsführung der JHZ Johannesstift GmbH), Miryam M. Artschwager (kooptiertes Vorstandsmitglied des SkF Wiesbaden).
Photo: Knud W. Schmitt

Am 4. Februar 2009 empfing Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst den Vorstand des SkF Wiesbaden e.V. sowie den Geistlichen Beirat des Vereins, Herrn Pfarrer Knud W. Schmitt, in den Räumen des Bischöflichen Ordinariats in Limburg. In dem einstündigen Gespräch informierte sich der Bischof über die Arbeit des Sozialdienstes katho­lischer Frauen und dessen gemeinnützige GmbH, das Jugend­hilfe­zentrum Johannesstift. Besonders interessierte sich Bischof Dr. Tebartz-van Elst für das Engagement der mehr als 40 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins, welche in Wiesbaden vornehmlich im SkF-AnziehTreff und bei der Arbeit mit Alleiner­ziehenden und jungen Müttern aktiv sind. Ebenso eingehend erkundigte sich der Bischof nach der Arbeit der Beratungsstelle des SkF, wobei er betonte, dass er der Schwangerenberatung auch in Zukunft jede im Rahmen seiner Möglichkeiten stehende Unterstützung zukommen lassen wolle. Am Ende der Unterredung berichtete der Vorstand über Zukunftspläne und konkrete Projekte des Vereins und dankte, gemeinsam mit dem Geistlichen Beirat, Herrn Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst sehr herzlich für das Gespräch.


Von links [korrigiert]: Anita Hesse (kooptiertes Vorstandsmitglied des SkF Wiesbaden), Bischof Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, Dr. Ingrid Abel (Stellvertr. Vorstandsvorsitzende des SkF Wiesbaden und Diözesanvertreterin des SkF im Bistum Limburg), Erika Nehrkorn (Vorstandsvorsitzende des SkF Wiesbaden und Mitglied der Geschäftsführung der JHZ Johannesstift GmbH), Pfarrer Knud W. Schmitt (Geistlicher Beirat des SkF Wiesbaden), Miryam M. Artschwager (kooptiertes Vorstandsmitglied des SkF Wiesbaden).
Photo: Dorothea Gruß







Bundesverdienstkreuz für die Vorsitzende des
SkF e.V. Wiesbaden

Erika Nehrkorn, langjährige Vorsitzende der Ortsgruppe Wiesbaden des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) e.V., erhielt am 5. Dezember 2008 im Schloß Bellevue in Berlin von Bundespräsident Horst Köhler im Rahmen einer Feier zum Tage des Ehrenamtes das Bundesverdienstkreuz am Bande.




Der Bundespräsident, der diese Ehrung nur selten persönlich verleiht, würdigte damit Nehrkorns langjährige ehrenamtliche Tätigkeit, die sich neben ihrer Arbeit für den SkF e.V. u.a. auch noch auf die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft und den Verein für Straffälligenhilfe Wiesbaden e.V. erstreckt.

Der SkF unterstützt und fördert seit über 100 Jahren in Wiesbaden Not leidende Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien und verfügt in seiner Einrichtung in der Platter Straße in Wiesbaden und an ver­schiedenen anderen Standorten über ausgezeichnete Möglichkeiten zur gezielten Durchführung seiner Förderungsmaßnahmen.

Ich bin sehr glücklich darüber, daß der Bundespräsident mir diese Auszeichnung persönlich verliehen hat“, sagte Nehrkorn. „Ich widme den Orden den vielen MitarbeiterInnen und Unterstützern des SkF, ohne deren Engagement unsere erfolgreiche Tätigkeit seit 1907 nicht möglich gewesen wäre“, erklärte Nehrkorn weiter. Befragt nach den Plänen des SkF wies Nehrkorn darauf hin, daß die Planung einer Kita auf dem Grundstück des SkF an der Platter Straße intensiv vorange­trieben werde. „Wir wollen nicht einfach in Wiesbaden eine weitere Kita errichten, sondern sie im katholischen Geist auf die intellektuelle, musische und sportliche Förderung der Kinder ausrichten und uns durch flexible und elternfreundliche Öffnungszeiten auszeichnen“, meinte Nehrkorn.







Nr. 3, 23.05.2008
22. Mai 2008
Die Bundeskanzlerin im Gespräch mit dem SkF
Frau Dr. Merkel am SkF-Stand auf dem Katholikentag

Osnabrück. Hoher Besuch am Stand des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) auf dem Katholikentag – am Donnerstag besuchte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel den SkF auf der Kirchenmeile.


Foto (v.l.n.r.) Hildegard Müller, Staatsministerin in Bundeskanzleramt; Angela Merkel, Bundeskanzlerin; Doris Schomaker, Vorsitzende SkF Osnabrück; Gaby Hagmans, Bundesgeschäftsführerin des SkF; Maria Elisabeth Thoma, Bundesvorsitzende des SkF, Christiane Sobeczko, Diözesanreferentin Osnabrück

Am SkF-Stand begrüßte sie Maria Elisabeth Thoma, die Bundesvorsitzende des SkF.

Frühe und qualifizierte Bildung ist ein wirksamer Weg der Armuts­prävention, da waren sich die Bundeskanzlerin und die Bundes­vorsitzende des SkF rasch einig.

In Anlehnung an den Armutsbericht und die wachsende Armut in Deutschland plädierte Maria Elisabeth Thoma für ein rasches Handeln: "Es muss schnell etwas passieren um zu verhindern, dass Armut von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Der SkF setzt sich für bessere und gerechtere Startchancen von Kindern ein. Dazu brauchen wir eine qualifizierte Frühförderung im Rahmen der Kindertagesbetreuung. Das gäbe allen Kindern eine reelle Chance auf eine gute Zukunft."

Am Stand informierte sich die Bundeskanzlerin, wofür sich der SkF einsetzt. Am SkF-Stand liegt ein Fokus auf dem Engagement gegen häusliche Gewalt, ein weiterer auf der Schwangeren­beratung. Einen Schwerpunkt bilden auch die "Frühen Hilfen", ein präventives Angebot, das Kinder vor Vernachlässigung schützen hilft. Der Verband mit seinen 150 Ortsvereinen engagiert sich für Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind.







21. Mai 2007
100 Jahre Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)

Der SkF feiert in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen und lud am Samstag 12.05.2007 zum Tag der offenen Tür – Tag der Begegnung in den SkF AnziehTreff ein.

Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Gäste in angenehmer Atmosphäre über die Arbeit des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. (SkF) informieren. Die Kinder nutzten die vielfältigen Angebote wie Dosenwerfen, Tombola, Schminken, Plauschen und Spielen und fühlten sich dabei sehr wohl. Wie der Name schon sagt, ist der SkF AnziehTreff auch ein Ort, um soziale Kontakte herzustellen, verbunden mit einer konkreten Unterstützung durch die Vergabe von Kinder­kleidung und Kinderzubehör.

Ergänzend zum Beratungsangebot des SkF für Schwangere wurde der SkF AnziehTreff im April 2001 in der Friedrichstrasse 30 in Wiesbaden eröffnet.

Mütter in finanzieller Notlage können gegen Vorlage einer Kundenkarte, die ihnen von einer Beraterin ausgehändigt wird, im Rhythmus von sechs Wochen kostenlos gespendete neue oder gut erhaltene Schwangerschaftskleidung, Babyerstausstattung, Kinderkleidung bis Größe 140 sowie Babyzubehör und Spielsachen erhalten.

Zur Zeit arbeiten im SkF AnziehTreff ehrenamtlich 38 Frauen und ein Mann zusammen mit einer hauptamtlichen Sozialpädagogin, die die Mütter bedienen, beraten und mit den Kindern spielen.

Diese Hilfeleistung ist ausschließlich eine ergänzende Maßnahme zu allen anderen sozialen Unterstützungen. In 2006 nahmen 1948 mal Mütter aus 52 Ländern das Hilfsangebot in Anspruch. Um es aufrecht erhalten zu können, ist der SkF immer wieder auf Sach- und Geld­spenden angewiesen. Mit den zweckgebundenen Geldspenden werden Babyerstausstattungen, Zwillings- und Geschwisterkinder­wagen gekauft, da diese als Sachspenden nur sehr selten erhältlich sind.

Weitere Informationen über die Arbeit des SkF erhalten Sie von Ingrid Lichter, Telefon 0611 95 28 712, E-Mail
ingrid.lichter@skf-wiesbaden.de. Haben Sie Zeit und Lust, das ehrenamtliche Team zu unterstützen, die MitarbeiterInnen freuen sich über Ihren Besuch.

Noch ein Hinweis zum Schluss: Am Donnerstag, dem 05.07.2007 findet im Sozialdienst kath. Frauen und Johannesstift in der Platter Str. 72 - 80 eine zentrale Festveranstaltung statt mit nachfolgendem Sommerfest von 14 bis 18 Uhr.

Dazu laden wir Sie herzlich ein!







14.03.07
Fraport AG überreicht Spendenscheck an SkF AnziehTreff

Wiesbaden, 14.03.07 - Simone Zilg von der Fraport AG hat einen Scheck in Höhe von € 2.000 an Erika Nehrkorn, die Vorstandsvor­sitzende des SkF, und Ingrid Lichter, die Leiterin des SkF AnziehTreff, übergeben. Dank dieser Spende kann ein Teil der Mietkosten für die Räume in der Wiesbadener Innenstadt gedeckt werden. Im April 2001 wurde der SkF AnziehTreff des Sozialdienst katholischer Frauen in der Friedrichstraße 30 eröffnet. Hier werden gespendete Baby- und Kinder­kleidung bis Größe 140, Kindermöbel und -wagen sowie Spiel­sachen kostenlos an notleidende Frauen abgegeben. Alle 6 Wochen erhalten die Mütter für ihre Kleinen im Tausch gegen zu klein gewor­denen Sachen passende Kleidung und vieles mehr. Außerdem gibt der SkF AnziehTreff den Müttern Gelegenheit zur Kommunikation, sie finden Antworten auf ihre Fragen und unterstützen sich gegen­seitig. In 2006 nahmen 1948 mal Mütter die Hilfe in Anspruch. Die Hilfe wird unabhängig von Religion und Herkunft geleistet. Dies ist nur möglich durch den unermüdlichen Einsatz von 34 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, deren unterschiedliche Lebens- und Berufserfahrung dazu beiträgt, dass immer für die vielen Fragen eine passende Ansprechpartnerin (oder ein Ansprechpartner) gefunden wird.

Da dieses Projekt nicht allein aus den laufenden Landeszuschüssen finanziert werden kann, ist der SkF AnziehTreff auf Spenden ange­wiesen. Diese Einrichtung hat 2006 im Vergleich zum Vorjahr einen Klientinnen-Zuwachs von 40% zu verzeichnen, woraus deutlich wird, wie dringend die Hilfe benötigt wird. Die Öffnungszeiten wurden aus diesem Grunde bereits ausgeweitet.

Das Projekt SkF AnziehTreff ist ein Teilbereich des umfassenden Angebotes des Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Wiesbaden, eines Frauenfachverbandes, der sich seit 100 Jahren für Kinder, Jugendliche, Frauen und deren Familien einsetzt. Gemäß dem Leit­spruch "Wir lassen Sie nicht allein" erhalten die Mütter während und nach der Schwangerschaft finanzielle Unterstützung und psycho­soziale Betreuung in der Beratungsstelle Platter Straße 80 in Wiesbaden. Weitere Angebote in diesem Sinne sind eine Alleinerz­iehenden-Gruppe sowie eine Junge-Mütter-Gruppe, die beide zur Reduzierung der Isolation der Mütter beitragen sollen. In der Fach­hochschule Wiesbaden werden schwangere Studentinnen beraten. Mit der Aktion Moses Wiesbaden wird gemeinsam mit anderen Organi­sationen in einer Tag- und Nacht-Telefonbereitschaft niedrig­schwellige und anonyme Beratung für Schwangere in besonderen Notsituationen angeboten, um Verzweiflungstaten wie heimliche Geburt, Aussetzung oder gar Kindstötung zu verhindern. Die Familien-Mediation hilft Paaren, sich fair zu trennen unter Berücksichtigung des Wohls der betroffenen Kinder. Der sexualpädagogische Unterricht hat zum Ziel, Jugendliche zu informieren und durch gezielte Aufklärung ungewollte Schwangerschaften bei Jugendlichen zu vermeiden.

etaillierte Informationen über die Arbeit des SkF erhalten Sie über www.skf-wiesbaden.de, persönlich von Ingrid Lichter, Telefon (0611) 97 287 12, oder durch eine Informationsmappe, die Ihnen zugeschickt werden kann.






7. März 2006
IN VIA und SkF kritisieren: Hartz IV benachteiligt Frauen

Hartz IV sorgt für weitere Verarmung und Ausgrenzung von Frauen. Dies stellen SkF und IN VIA in ihrer täglichen Arbeit besonders für Frauen in Bedarfsgemeinschaften, Schwangere und sozial benachteiligte junge Frauen fest. „Die neuen gesetzlichen Regelungen führen außerdem dazu, dass die Kinderarmut in Deutschland sich weiter manifestiert“, so Gaby Hagmans, Generalsekretärin des SkF.
IN VIA und SkF fordern Nachbesserungen:
Durch die höhere Anrechnung des Partnereinkommens kommen vor allem Frauen nicht in den Bezug von Arbeitslosengeld II. Damit haben sie auch keinen Anspruch auf Qualifizierungsangebote und Fördermaßnahmen. Zudem werden für sie keine Beiträge in die Rentenversicherung einbezahlt. Dies bedeutet verringerte Chancen auf eine Erwerbstätigkeit und eine weitere Zunahme der Altersarmut bei Frauen. SkF und IN VIA fordern deshalb einen eigenständigen Rechtsanspruch von Frauen auf Weiterbildung und Qualifizierung.
Betroffene Kinder erhalten bis zum vollendeten 14. Lebensjahr täglich 6,90 € für Nahrung, Kleidung, Schulbücher etc.. Selbstverständlichkeiten wie gesunde Ernährung, angemessene Kleidung und Freizeitaktivitäten sind damit nicht zu finanzieren. Für die beiden Verbände ist angesichts der hohen Lebenshaltungskosten auch die vollzogene Kürzung bei 18 bis 25-Jährigen von 100 auf 80% nicht nachzuvollziehen.
Außerordentliche Belastungen, wie z.B. Renovierungs- und Umzugskosten, können nach den neuen gesetzlichen Regelungen zwar über ein Darlehen finanziert werden. Durch die zusätzliche Belastung der Rückzahlungsraten fallen die Betroffenen jedoch oft unter den Sozialhilfesatz von 2004. IN VIA und SkF fordern deshalb, in Notsituationen solche Leistungen als einmalige Beihilfe zu gewähren.
SkF und IN VIA begrüßen, dass gesonderte Leistungen, wie z.B. Erstausstattung für die Wohnung, vorgesehen sind. Allerdings muss im Leistungskatalog bzw. in den Ausführungsrichtlinien zum SGB II der Kinderwagen bei der Babyerstausstattung definitiv aufgenommen werden.
Arbeitslose junge Frauen werden häufig für nur wenige Monate in sogenannte 1€- Jobs vermittelt – ohne sinnvolles Anschlussangebot. Dies zeigt sich auch in dem vergleichsweise geringen Anteil von Frauen in Förderangeboten nach dem SGB III. So erhalten z.B. aktuell 37.000 junge Frauen Hilfen zur Berufsausbildung Benachteiligter, während mit diesem Programm 79.000 junge Männer gefördert werden.
„1€-Jobs ohne Perspektive demotivieren und erhöhen in aller Regel nicht die Vermittlungschancen“, so Marion Paar, Generalsekretärin von IN VIA. Damit langzeitarbeitslose Frauen und Männer eine Perspektive erhalten und am Erwerbsleben teilhaben können, fordern IN VIA und SkF einen dauerhaft öffentlich subventionierten Arbeitsmarkt.
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Lichtblick
Beratungsangebot für Studentinnen und werdende Eltern an der FH-Wiesbaden

"Wir freuen uns über die Einstellung der Mitarbeiterin Judith Bleser", sagt Erika Nehrkorn, die Vorsitzende des Sozialdienst kath. Frauen e.V. Wiesbaden (SkF). Die Neueinstellung der angehenden Diplom Pädagogin ermöglicht eine Erweiterung der Schwangerschaftsberatung durch das Projekt "Lichtblick". Das Angebot richtet sich speziell an Studentinnen und werdende Eltern der Fachhochschule Wiesbaden, deren Lebenssituation durch eine Schwangerschaft nicht nur finanziell verändert wird. Die gesamte Lebensperspektive muss neu geplant werden. Ziel der Beratung ist es, die studentischen Eltern über vorhandene Hilfesysteme zu informieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, Studium und Elternschaft zu vereinen. Darüber hinaus kann der SkF für schwangere Studentinnen eine finanzielle Unterstützung bei der Bundesstiftung "Mutter und Kind" beantragen. Nach der Geburt des Kindes erhalten die Mütter neben der begleitenden Beratung auch praktische Hilfen im SkF AnziehTreff in der Friedrich Str. 30 durch die kostenlose Vergabe von Babyerstausstattung und Kinderkleidung.
Zusätzlich besteht das Angebot, bei Bedarf einen Zugang zur Alleinerziehenden Gruppe des SkF zu ermöglichen. Diese trifft sich vierzehntäglich und bietet den Müttern die Möglichkeit sich auszutauschen, Spaß miteinander zu haben, Solidarität zu erfahren und Kontakte zu knüpfen. Die Kinder werden in dieser Zeit von erfahrenen Ehrenamtlichen betreut.
Die offene Sprechstunde des Projektes "Lichtblick" findet dienstags von 14 bis 16 Uhr direkt an der Fachhochschule Wiesbaden, Kurt-Schumacher Ring 18, Gebäude A, im Raum 109 statt. Telefonisch ist Frau Bleser unter der Nummer 0611-952870 zu erreichen. Informationen über das Beratungsangebot erhalten Sie unter
www.skf-wiesbaden.de.

Verantwortlich: E. Nehrkorn, I. Lichter







SKF Familien-Mediation - Konfliktlösung bei Trennung
"Wir wollen uns trennen, aber fair"

"Wir sind mit dieser Trennungssituation total überfordert", berichtet eine junge Frau, die sich kurz nach der Trennung von ihrem Mann an den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Wiesbaden gewendet hatte. "Dabei möchten wir doch beide, dass unsere Trennung fair abläuft, um besonders unser Kind zu schützen" betont der betroffene Ehemann. Seit zwei Jahren nun bietet sich der SkF Eltern als Vermittler oder "Mediator" bei Trennungen an. "Die wichtigste Grundvoraussetzung dafür, dass der SkF eine Vermittlerfunktion übernimmt", so Marita Welsch vom SkF, "ist die Bereitschaft zum Gespräch und zum Verhandeln." Die Diplom-Sozialarbeiterin weiß, dass den meisten Paaren viel daran liegt, ihrer Rolle als Mutter und Vater trotz der Trennung und gesetzlicher Sorgerechtsregelungen weiterhin gerecht zu werden. "Den Eltern fällt es in der Regel schwer, trotz der Kränkungen und Verletzungen, die sie durch ihren Partner erfahren haben, gerade diesen als den anderen Elternteil ihres Kindes anzuerkennen", fährt Welsch fort.
Aber nicht nur die Sorge um das Kind, der Unterhalt, das Besuchsrecht und die Ferienregelungen werden in der "Mediation" thematisiert; zentrale Punkte, die zur Sprache kommen, sind auch allgemeine Trennungsprobleme wie Aufteilung von Hausstand und Vermögen. Wichtig ist hierbei, dass die Vereinbarungen schriftlich festgehalten und einem unabhängigen Beratungsanwalt zur Prüfung vorgelegt werden. Die Paare verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, Absprachen einzuhalten, was von der Mediatorin überprüft wird. Die Vermittlungsgespräche werden von einer Mediatorin durchgeführt, wobei fünf bis zehn Sitzungen à 60 bis 90 Minuten üblich sind. Als neutrale Person leitet sie das Gespräch, um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und darauf zu achten, dass Schuldzuweisungen und Anklagen unterbleiben. Zwar kann die Mediatorin keine Garantie für eine dauerhaft problemfreie Regelung bieten, wohl aber die verlässliche Zusage, dass die "Vermittlung" auch nach der Abschlussvereinbarung in Anspruch genommen werden kann.
Beim SkF übernimmt Marita Welsch die Funktion der Vermittlerin. Neben ihrer Tätigkeit als Beraterin für Schwangere absolvierte die Diplom-Sozialarbeiterin eine 2 1/2 jährige Ausbildung als Mediatorin. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Zusammenarbeit mit einem zweiten Mediator sehr positiv auf das Gesprächsklima mit den Betroffenen auswirkt. Die vielen Anfragen nach Mediation beim SkF bekräftigen die Notwendigkeit dieser "Vermittlungsgespräche" und spiegeln die Bereitschaft aller Beteiligten wider, gemeinsam eine faire Lösung zu finden.

Kontaktadresse:
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Platter Str. 80
5193 Wiesbaden
Tel: 0611-952870
Mediatiorin: Marita Welsch
Spendenkonto:
KTO: 4001313032
BLZ: 37060193
Pax Bank eG







Programm Eröffnungsfeier Aktion Moses Wiesbaden am 16.06.2003

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SkF-Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der Aktion Moses Wiesbaden am 16.06.2003

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Haben Sie Fragen zu Pressematerial, wenden Sie sich bitte entweder an Frau Rosemarie Bürger, Dienststellenleitung, Tel.0611-95287-13, rosemarie.buerger@skf-wiesbaden.de, oder an Frau Anette Riter, Sekretärin des Vorstands, Tel. 0611-95287-21, anette.riter@skf-wiesbaden.de



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Stand: 31.01.2012