
Familien-Mediation
... für die
Presse
Die
Texte dürfen in der vorliegenden Form weiterveröffentlicht
werden, solange die Vorlage sinngemäß wiedergegeben
und ein Belegexemplar vorgelegt wird.
Hilfen
für Trennungs-Kinder
Workshop
des Sozialdienstes katholischer Frauen über Mediation
Im
Rahmen des Veranstaltungszyklus „100 Jahre Sozialdienst
katholischer Frauen Wiesbaden – 100 Jahre Johannesstift“
traf sich am 14.06.2007 ein Kreis aus 21 Fachleuten aus den
Bereichen Beratung, Familienhilfe und Familienrecht zum Workshop
„Familienmediation – Entlastung der Kinder durch
Mediation der Eltern“, organisiert vom SkF
Mediatorinnenteam Marita Welsch und Monika
Bernat.
Erlebnisweisen und mögliche Reaktionen von
Kindern und Jugendlichen während der verschiedenen
Trennungsphasen beleuchtete Irmgard Schell – Kinder-,
Jugendlichenpsychotherapeutin, Familientherapeutin und Mediatorin
– kompetent, einfühlsam und anschaulich.
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Im
ersten – theoretischen – Teil zeigte sie auf, dass
Trennung als Grunderfahrung menschlichen Lebens wichtige Schritte
in eine neue Lebensstufe begleitet, wie zum Beispiel beim
Kindergarteneintritt oder wenn Schulkinder das erste Mal ohne
Eltern auf Klassenfahrt gehen. Werden diese Trennungen
konstruktiv bewältigt, reifen die Kinder und Jugendlichen
dadurch sogar. Die Trennung der Eltern allerdings ist eine
außerplanmäßige familiäre Krise, in der die
Kinder nicht selten zermürbenden elterlichen Konflikten
ausgesetzt sind. Eine Zunahme hochstrittiger Elternkonflikte wird
seit Jahren in Erziehungsberatungsstellen beobachtet, was vom
anwesenden Teilnehmer des Jugendamtes bestätigt wurde.
Gelingt es mit Hilfe der Mediation, zu einvernehmlichen
Lösungen zu kommen, entlastet dies die Kinder auf
vielfältige Weise.
In Kleingruppen stellten die
Teilnehmer konkrete Bedürfnisse und Wünsche der Kinder
zusammen und erarbeiteten, was Kinder und Jugendliche in einer
solchen Situation brauchen, nämlich: Halt, Orientierung und
Verlässlichkeit. Eine klare offene Sprache, angereichert mit
Bildern und Metaphern, ermöglicht es den Kindern, sich nicht
für die Trennung verantwortlich zu fühlen. Die Kinder
sollen auch ihre Enttäuschung und Wut zeigen dürfen, so
Schell. Eine Forderung der Kinder an ihre Eltern könnte
lauten: „Sprecht es aus, dass es nicht unsere Schuld ist
und lasst uns hören und spüren, dass wir uns weiter auf
euch als Eltern verlassen können und ihr uns weiter liebt“.
Wichtig ist es, zu beiden Elternteilen Kontakt halten zu können,
ohne in Loyalitätskonflikte zu geraten.
Wie es
möglich ist, mit den Eltern ein offenes wertschätzendes
Gespräch zu führen, erlebten die Teilnehmer in einem
beeindruckenden Rollenspiel. Den Eltern zu ermöglichen –
trotz Scheidung und Schwierigkeiten auf der Paarebene –
Elternverantwortung bewusst und verantwortlich wahrzunehmen, und
nach der Trennung wertschätzend miteinander umgehen und
kommunizieren zu können, diese Chance beinhaltet die
Mediation.
Mit dem seit fünf Jahren bestehenden
Schwerpunkt Familienmediation zeigt der Sozialdienst katholischer
Frauen e. V. Wiesbaden wieder einmal, wie wichtig es ist,
gesellschaftliche Phänomene zu analysieren und die Not der
Menschen in der heutigen Zeit wahrzunehmen. Immerhin sind
jährlich 150.000 Kinder von Trennung und Scheidung der
Eltern betroffen.
Kontakt:
Mediatorinnen:
Marita
Welsch Monika Bernat
Sozialdienst kath. Frauen e. V.
Platter
Str. 80
65193 Wiesbaden
Tel.: 0611 – 95 28
70
Referentin:
Irmgard Schell
Psychotherapie
Beratung Supervision Mediation
Hufeisenstr. 7
63599
Biebergemünd-Lützel
Tel.: 06050 – 908
908
"Wir
werden uns trennen, aber fair."
Sozialdienst
katholischer Frauen bietet Familien-Mediation an / Konfliktlösung
bei Trennung
Seit mehr als zwei Jahren bietet der
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Eltern, die sich trennen
möchten, eine Mediation an. Die Mediatorinnen beim SkF
unterstützen das Paar, Konflikte außergerichtlich so
zu lösen, dass eine für alle Betroffenen faire und
befriedigende Lösung gefunden werden kann.

"Die
wichtigste Voraussetzung für die Mediation ist die
Bereitschaft zum Gespräch und zum vernünftigen
Verhandeln", so Marita Welsch, Mediatorin beim SkF. "Die
meisten Paare, die zur Mediation in die Beratungsstelle kommen,
möchten das Besuchsrecht ihrer gemeinsamen Kinder
verhandeln. Das Kind ist eine Gemeinsamkeit, die über die
Trennung hinaus verbindet. Deshalb ist es äußerst
wichtig, weiterhin als Vater und Mutter für das Kind da zu
sein, unabhängig von Sorgerechts- und Umgangsregelungen. Den
Eltern aber fällt es in der Regel schwer, bei Kränkungen
und Verletzungen durch ihren Partner gerade diesen als den
anderen Elternteil ihres Kindes anzuerkennen und mit ihm
zusammenzuarbeiten. Auseinandersetzungen sind da vorprogrammiert.
Die Aufgabe des Mediators besteht darin, als neutrale Person das
Gespräch zu leiten, eine vertrauensvolle Atmosphäre
herzustellen und darauf zu achten, dass Schuldzuweisungen und
Anklagen unterbleiben."
Darüber hinaus gibt es
Klärungsbedarf in Sachen Unterhalt, Ferienregelung,
Aufteilung von Hausstand und Vermögen. Die getroffenen
Vereinbarungen werden von der jeweiligen Partei unterschrieben
und einem unabhängigen Beratungsanwalt zur Prüfung
vorgelegt. Die Mediation ist zeitlich befristet, üblich sind
fünf bis zehn Sitzungen zu 60 bis 90 Minuten. Ungefähr
ein Jahr nach der Mediation wird die Vereinbarung daraufhin
überprüft, ob sie von allen Beteiligten eingehalten
wird und eventuell aktualisiert werden muss. Zwar kann die
Mediatorin keine Garantie für eine dauerhaft problemfreie
Regelung geben. Sie kann dem Paar aber verlässlich zusagen,
dass sie auch nach Abschluss der Mediation noch vermittelnd und
beratend zur Verfügung steht.
Marita Welsch ist
Diplom-Sozialarbeiterin und seit sechs Jahren beim Sozialdienst
katholischer Frauen als Beraterin tätig. Während ihrer
zweieinhalbjährigen berufsbegleitenden Mediationsausbildung
hat sie die Vorzüge der Zusammenarbeit mit einem Co-Mediator
kennengelernt. Deshalb finden die Mediationsgespräche in der
Regel zu zweit statt.
Kontaktadresse:
Sozialdienst
katholischer Frauen e.V.
Platter Str. 80
65193
Wiesbaden
Tel: 0611-952870
Mediatiorin: Marita
Welsch
Spendenkonto:
Konto: 4001313032
BLZ:
37060193
Pax Bank eG
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